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Unterschied Filterkaffee und Espresso
#Kaffeewissen

Was ist der Unterschied zwischen Kaffee und Espresso?

Ein Beitrag von Maximilian Schmitt in der Kategorie #Kaffeewissen  vom 19. März 2018

Worin bestehen die Unterschiede zwischen Kaffeebohnen und Espressobohnen? Wie bereitet man Filterkaffee und Espresso zu – und wie war das nochmal mit der Röstung? Und welches Getränk hat nun mehr Koffein? Wir gehen diesen Fragen auf den Grund!

Um eines gleich vorweg zu nehmen: Ob Filterkaffee oder Espresso, beide stammen von derselben Kaffeepflanze und haben somit die gleiche Grundressource.

Du hast nur 1 Minute Zeit? Die Unterschiede in Kürze

  • Espresso wird mit einer Espressomaschine bei einem Brühdruck von 6 bis 9 Bar in 25 bis 30 Sek. gezogen. Filterkaffee wird je nach Zubereiter in 2 bis 6 Minuten langsam aufgebrüht und mit einem (Papier)Filter gefiltert.
  • Ein einfacher Espresso besteht aus nur 20 ml und weist die typische Crema auf, während Filterkaffee meist in größeren Tassen serviert wird und klar ist.
  • Espressobohnen sind meist dunkler geröstet als Kaffeebohnen für die Filterzubereitung.

Los geht’s: Die Unterschiede im Detail!

Die Zubereitung

Espresso wird immer mit einer Espressomaschine bezogen

Die Zubereitung eines Espressos ist relativ stark standardisiert. Zunächst werden für einen Espresso die Kaffeebohnen besonders fein gemahlen. Der Grund dafür liegt darin, dass zum einen durch die kurze Durchlaufzeit von 25 bis 35 Sekunden, sich der Kaffee besser extrahieren lässt und zum anderen der benötigte Brühdruck von 6 bis 9 bar nur so aufgebaut werden kann. Für einen einfachen Espresso werden in der Regel 7 bis 9 Gramm und für einen doppelten 12 bis 20 g Kaffeemehl in einen sog. Siebträger gefüllt. Bezogen werden schließlich 20 bis 50 ml Espresso, je nachdem wie viel gemahlener Kaffee eingesetzt wurde. Die Wassertemperatur für Espresso beträgt von 90 °C bis 96 °C und variiert je nach Kaffeesorte und persönlichem Geschmack.

Filterkaffee wird langsam aufgebrüht

Da die Zubereitungsvarianten beim Filterkaffee fast keine Grenzen kennen, gibt es auch kein streng standardisiertes Brühverfahren. Jedoch gibt es mindestens genauso viele Parameter zu beachten wie bei der Espressozubereitung. Ein Hauptunterschied in der Zubereitungsweise lässt sich gleich beim Mahlgut ausmachen, denn für Filterkaffee werden die Bohnen deutlich gröber gemahlen, als für Espresso. Anschließend wird das Kaffeemehl in einen zuvor durchgespülten Papierfilter gegeben und in kreisenden Bewegungen aufgebrüht. Dabei wird das Wasser auf 88°C bis 96°C erhitzt und die entsprechende Wassermenge variiert von 100ml bis zu mehreren Litern im Gastro- Bereich. Die Brühzeit schwankt je nach Kaffeemenge zwischen 2 und 6 Minuten.

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Optik und Geschmack

Espresso erkennt man an der typischen Crema

Die Crema ist eine feine Schaumschicht, die während der Extraktion entsteht, weil das in der Kaffeebohne enthaltene CO2 herausgelöst wird und sich zusammen mit Fetten und Schwebstoffen zu einer braunen Schicht oben auf dem Espresso absetzt. Normalerweise werden einfache Espressi in einer ca. 50 ml fassenden Tasse -und doppelte Espressi in einer kleinen Cappuccinotasse serviert. Ein Espresso ist, aufgrund der geringen Wassermenge, sehr konzentriert und schmeckt intensiv.

Ein Filterkaffee schmeckt nuancierter und leichter

Ein Filterkaffee ist deutlich transparenter in der Tasse, als ein Espresso. Zudem erkennt man ihn auch an seiner weniger viskosen Konsistenz. Sein Duft ist vielschichtig, dezent und wesentlich differenzierter, als der eines Espressos. Getrunken wird Filterkaffee aus allen gängigen Bechern, Tassen oder Gläsern.

Die Röstung

Der entscheidende Unterschied

Lange Zeit war die Differenzierung von Filterkaffee und Espresso schon eindeutig über den Röstgrad zu ermitteln, mit anderen Worten; Eine Espressobohne war stets dunkler als eine Filterkaffeebohne. Und zwar so deutlich, dass auch ein Laie recht einfach bestimmen konnte, ob es sich um eine Filter -oder Espressobohne handelt.

Der Grund, warum Kaffeebohnen für die Espressozubereitung meist so viel dunkler und glatter aussehen, als solche für die Filter-Zubereitung, liegt darin, dass mit fortschreitendem Röstgrad der Säuregehalt des Kaffees abnimmt und somit die Röstaromen über die fruchtigeren Nuancen dominieren. Da ein Espresso deutlich stärker konzentriert ist, als ein Filterkaffee, kommen auch die einzelnen Geschmackskomponenten wie Säure und Bitterstoffe des Kaffees stärker zur Geltung. So hat es sich über die Zeit hinweg als üblich etabliert, dass Bitterstoffe gegenüber den Fruchtsäuren im Espresso bevorzugt wurden.

Der Koffeinvergleich – Alles eine Sache der Betrachtung

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, enthält eine Tasse Espresso weniger Koffein, als eine Tasse Filterkaffee. Dies liegt lediglich daran, dass man Espresso (20 ml bis 60 ml) in geringeren Mengen zu sich nimmt, als Filterkaffee (100 ml bis 300 ml). Vergleicht man jedoch den relativen Unterschied, also bei gleicher Getränkemenge, enthält Espresso mehr Koffein, als Filterkaffee. Es ist also einfach eine Sache der Betrachtung.

Kaffeerösten

Alte vs. Neue Welt: Müssen Espresso-Röstungen immer dunkel sein?

Erst in den letzten Jahren begann ein weltweiter Trend hin zu hochwertigen Kaffees, auch dritte Welle der Kaffeebewegung genannt oder kurz – Third Wave. Diese Kaffees werden schonender und heller geröstet, als herkömmliche Kaffeebohnen. Ihre natürlichen Geschmacksnuancen können dabei an Erdbeeren bis Zitrusfrüchte erinnern.

Durch die hellen Röstungen lassen sich Espresso -und Filterkaffeebohnen nicht mehr so einfach äußerlich unterscheiden. Manche Röstereien differenzieren ihre Kaffeebohnen sogar überhaupt nicht mehr zwischen Espresso -und Filterröstung, da sie überzeugt sind, dass es einen bestimmten Röstgrad gibt, der für beide Zubereitungsmethoden ideal ist (der sogenannte Sweet Spot). Die meisten Kaffeeröstereien bestehen jedoch nach wie vor darauf, für beide Kaffeegetränke unterschiedliche Röstgrade anzubieten.

Nichtsdestotrotz haben sich mittlerweile zwei Lager gebildet: Die einen schwören auf kräftige, nussige und schokoladige Filterkaffees und Espressi, also tendenziell dunklere Röstungen, das andere Lager versucht durch kürzere Röstzeiten den ursprünglichen Eigengeschmack der Kaffeebohne herauszuarbeiten. Dabei stehen dann deutlich die fruchtigen Aromen im Vordergrund und der Kaffee enthält wahrnehmbar mehr Fruchtsäure.

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Maximilian Schmitt

Maximilian arbeitet bei uns im Marketing als Werkstudent. Am liebsten trinkt er helle Espressoröstungen und Filterkaffees aus der Aeropress. Außerdem war Max einmal Barista und muss uns deshalb in der Kaffeeküche immer mit den besten Cappuccini und Espressi versorgen.

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