#Kaffeewissen

Ascaso Espressomaschinen erklärt

triangle
Johannes Hanning

Wer die Firma Ascaso aus Barcelona entdeckt hat, merkt schnell, hier ist etwas anders als bei den anderen Herstellern von Siebträger-Espressomaschinen. Unser Gastautor Johannes von EspressoPool erklärt die Unterschiede.

Das Design

Am auffälligsten ist der Unterschied im Design. Seit Ascaso im Jahr 2000 angefangen hat Haushaltsmaschinen zu bauen, hat man die zwei Hauptlinien entwickelt: DREAM, geschwungene Formen in vielen Farben erhältlich und STEEL, die Industrie-Design Linie mit Ecken und Kanten. Die Ascaso Maschinen sind in ihrer schlichten Ästhetik echte Hingucker ohne protzig zu wirken. Heute kann man auch nach 20 Jahren stetiger Evolution die Ascaso Geräte eindeutig vom Rest der im Markt befindlichen Maschinen unterscheiden. Sie sind nur, dank der Verwendung von Griffen und Drehknöpfen aus Holz und den eleganten matten Farbbeschichtungen, deutlich edler geworden als die Ur-Modelle.

Die Technik

Auch technisch hat Ascaso eine Evolution vollzogen, die sie als Hersteller klar von den vorrangig aus Italien kommenden abgrenzt. Anfangs hat auch Ascaso noch mit Messing Boilern gearbeitet, dies aber mittlerweile komplett zugunsten der Verwendung des eigens entwickelten Thermoblocks mit Edelstahlrohr geändert. Wie es dazu kam? Im Rahmen eines Projektes für einen großen deutschen Kaffeeröster wurden Maschinen intensiv untersucht. Auch hinsichtlich der Frage, welche Stoffe beim Zubereitung von Kaffee von den Maschinen abgegeben werden. Hierbei wurde deutlich, dass bei den verwendeten Materialien wie Messing die Gefahr besteht, die Grenzwerte u.a. für Blei im von den Maschinen ausgegebenen Wasser zu überschreiten.
Diese Erkenntnis ließ Ascaso radikal umdenken und den Gesundheitsaspekt beim Bau der Maschinen als oberste Priorität auszurufen und die Maschinen so weiterzuentwickeln, dass sie allen Anforderungen gerecht werden und diese sogar deutlich unterschreiten. Als weiterer positiver Effekt des technischen Umdenkens haben Ascaso Maschinen eine super kurze Aufheizest und einen deutlich geringerer Energieverbrauch als die meisten anderen vergleichbaren Maschinen im Markt.

Warum also Ascaso?

Bei den Modellen DREAM ONE, STEEL UNO & DUO verfügen die Maschinen bereits über eine zuschaltbare Pre-Infusion, eine Standby-Automatik, sowie die Möglichkeit, die Temperatur an der Steuerplatine im Bereich 90 °C bis 106 °C vorzuwählen (die Veränderung muss vom Fachpersonal vorgenommen werden).

Wer also mit dem Gedanken spielt sich eine Ascaso Maschine anzuschaffen, entscheidet sich in jedem Fall für eine nicht nur schöne, sondern auch nachhaltige Maschine, die seinen Besitzer viele Möglichkeiten bietet, seinen Espresso nach seinen Vorstellungen zu optimieren. Wieviel Möglichkeiten man bekommt, hängt im Wesentlichen davon ab, welche Version der Maschinen man sich anschafft.

Mein Fazit

Zum richtigen Barista Tool werden die Geräte mit der außenliegenden PID Steuerung, bei denen die Nutzer die Parameter wie Temperatur, Pre-Infusion & Standby-Funktion selbstständig im Detail verändern können. Zudem haben diese Modelle noch eine Portionierelektronik, die es ermöglicht 2 Portionsgrößen zu programmieren.
 Wer nicht ganz so ambitioniert ist, aber trotzdem nicht auf das Design und die hohe Verarbeitungsqualität aus dem Hause Ascaso verzichten möchte, kann sicher auch mit der DREAM ZERO sehr glücklich werden.
Schön zu sehen, dass Ascaso auch in der Herstellung von Profi-Espressomaschinen ihrer Philosophie treu bleibt und sowohl im Bereich Energieeffizienz als auch der Gesundheit der Kaffeetrinker eine Führungsrolle eingenommen hat. Der Markt dankt es den eigenwilligen Katalanen mit großer Zustimmung und hoher Nachfrage.
Weiter so Ascaso!!