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Die Wasserquelle
#Projekte

WASH Projekt: Erschließung neuer Wasserkiosks

Ein Beitrag von Louisa van den Bosch in der Kategorie #Projekte  vom 04. Oktober 2017

Gemeinsam mit der Welthungerhilfe setzen wir uns seit 2015 für eine Versorgung von sauberem Trinkwasser in der Region Limu in Äthiopien ein. Wir freuen uns, dass das Projekt mit großen Schritten voranschreitet.

Bereits 4.200 Menschen können von den fertiggestellten Wasserkiosken profitieren. Unser Teilprojekt für verbesserten Zugang zu sauberem Trinkwasser für 18.900 Menschen ist nicht mehr weit vom Ziel entfernt. Das ist seit unserem letzten Update passiert!

 

Was gibt’s Neues?

  • Von den fünf geplanten Wasserkiosken sind inzwischen drei fertiggestellt, sodass bereits 4.200 Menschen davon profitieren (in Barkimo, Kujo und Hawasso)
  • Der Schutz der Wasserquelle ist essentiell: Gegen Überschwemmungen und Erdrutsche werden Baumsetzlinge gepflanzt und ein Steinmauerwall gebaut
  • Ein Wasser-Sicherheitskonzept als neue Strategie: 16 Mitglieder der Gemeinden Doyo Toli und Doyo Bikila verhindern die Verschmutzung der Wasserquellen
  • Workshops mit den Bewohnern der Gemeinden Doyo Toli und Doyo Bikila, um die Menschen vor Ort für Hygiene und Sanitärversorgung zu sensibilisieren
  • Evaluationsmeeting der Komitees zum WASH-Projekt

 


 

Wie kommt das Wasser von der Quelle in die Dörfer?

Bereits 5 Wasserkioske sind fertiggestellt und in reger Benutzung. 4.200 Menschen aus den Dörfern Melko, Haro (in Doyo Toli), Barkimo, Kujo und Hawesso profitieren von den Kiosken, die ihnen einen Zugang zu sicherem Trinkwasser ermöglichen.

Das saubere Wasser aus den erschlossenen Quellen wird durch Leitungen zuerst in Wasserreservoirs und von dort aus in die jeweiligen Kiosks geleitet. Seit Beginn der Installationsarbeiten wurden Gräben von ca. 11 km ausgehoben und mit Leitungen verlegt. Die Arbeiten an der Homecha Quelle sind bereits abgeschlossen und auch die Arbeiten an der Shaki Quelle gehen voran. Hier finden aktuell detaillierte Begutachtungen durch einen Wasserexperten statt.

Gemeinsames Ausheben der Gräben für die Wasserleitungen
Alle helfen mit
Gemeinsames Ausheben der Gräben für die Wasserleitungen
Verlegte Wasserleitungen
Von der Quelle bis zu den Wasserreservoirs werden Leitungen gelegt.
Fortschritte beim Trinkwasserprojekt
Reger Betrieb am Wasserkiosk
Eins der bereits fünf fertig gestellten Wasserkiosks.
Fortschritte beim Trinkwasserprojekt
Fortschritte beim Trinkwasserprojekt
Die Wasserkiosks werden stabil gebaut, um eine Langlebigkeit zu garantieren.

Befestigung der Quelle durch Bäume

Bereits im Winter 2015 haben wir euch von der Erschließung der Homecha Quelle berichtet. In den vergangen Monaten wurde die Quelle durch weitere Maßnahmen abgesichert. Um den „Kopf“ der Quelle wurde ein Wall gebaut, der die Quelle vor Schäden und Verschmutzungen durch Überflutung schützen soll. In Äthiopien gibt es pro Jahr eine kleine und große Regenzeit. Von Juni bis September herrscht in Äthiopien die große Regenzeit. Währenddessen fällt viel Regen, wodurch es schnell zu Überschwemmungen kommen kann. Der Boden der Quelle soll durch natürliche Helferlinge befestigt werden. Dafür wurde er für zukünftige heimische Baumsetzlinge vorbereitet, die das Areal befestigen und so Erdrutsche und eine Verschmutzung der Quelle verhindern sollen.

Die Pflanzen geben Halt

Wie bleibt das Wasser sauber?

Auf dem Weg von der Quelle bis zu den Verbrauchern nach Hause gibt es viele Punkte, an denen das eigentlich saubere Trinkwasser verunreinigt werden kann. Daher bedarf es eines „Wasser-Sicherheitskonzepts“ (Water Safety Plan), das eine unbedenkliche Wasserkette sicherstellt. Dafür wurde ein Team aus 16 Mitgliedern aus den Kebeles Doyo Toli und Doyo Bikila gebildet, das sich fortan mit kontinuierlichen Maßnahmen um ein sicheres Wasserversorgungssystem der Homecha Quelle kümmert.

Damit das Wasser sauber bleibt, ist es außerdem wichtig, dass es nicht durch alltägliches Handeln verunreinigt wird. Dazu gehört Aufklärung und mehr Bewusstsein für Hygiene. Im letzten Update haben wir euch bereits einige Methoden vorgestellt, die im Rahmen von Sanitätstrainings angewendet werden. So werden in den Kebeles Mana und Seka Chekorsa Hausbesuche und Workshops zur Sensibilisierung für Hygiene durchgeführt, damit die Anwohner ODF (Open Defecation Free) werden. Dies bedeutet, dass die Menschen ihren Toilettengang nicht mehr im Freien verrichten müssen. Gesundheitsarbeiter setzen sich dafür ein, dass Menschen für Hygiene sensibilisiert werden: Wo kann ich mit gesundheitsschädlichen Keimen in Berührung kommen und wie kann ich dies vermeiden? Welche Konsequenzen hat mein Hygieneverhalten für mich und die Gemeinschaft?

Seit dem Start des WASH Projekts hat sich die allgemeine Hygiene- und Sanitärversorgung in allen Kebeles in denen das Projekt durchgeführt wird verbessert, vor allem in Bezug auf Hygienepraktiken sowie die Umsetzung von Haushalts- und Gemeinschaftslatrinen und deren richtiger Benutzung.

Nachdem das „Training of Trainers“ an den Schulen der Kebeles beendet worden ist, haben die dort ausgebildeten Ausbilder weitere Workshops an ihren Schulen fortgeführt. In den meisten Schulen werden nun regelmäßige Kampagnen zur Sanitärversorgung sowie Schulungen zur Sensibilisierung für Hygiene- und Sanitärversorgung veranstaltet.

Fortschritte beim Trinkwasserprojekt

Evaluationsmeeting zum WASH-Projekt

Im Mana Distrikt, dem die Kebeles Doyo-Bikila und Doyo-Toli angehören, wurde das vierteljährliche Evaluationsmeeting der Komitees für Hygiene- und Sanitärversorgung abgehalten. Die Komitees beider Kebeles berichteten dort über den allgemeinen Stand der Hygiene- und Sanitärversorgung. Der Fortschritt ist gut, es gibt aber immer noch Verbesserungsmöglichkeiten. Außerdem wurde über bisherige Schwierigkeiten diskutiert, die Verzögerungen in der Umsetzung der ODF-Maßnahmen herbeiführen. Am Ende des Meetings wurden Kernprobleme identifiziert und ein gemeinsamer Aktionsplan entwickelt.

 

Herausforderungen

Durch fortwährende Sitzungen mit der Regierung auf Kebele (Dorfverwaltung) und Woreda (Distrikt) Ebene kann die Gemeinde nicht so oft wie geplant bei den Ausgrabungsarbeiten für die Wasserleitung und den Installationsarbeiten helfen.

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Louisa van den Bosch

Louisa ist momentan unsere Praktikantin im Projektbereich. Nach ein paar Monaten bei uns in Berlin wird sie die Projekte vor Ort in Äthiopien unterstützen.

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