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Alle Kaffeemaschinen im Test

8 Filterkaffeemaschinen im Test 2019

Kaffeemaschinen gibt es wie Sand am Meer – jedoch können nur wenige unter ihnen einen richtig guten Kaffee zubereiten. Ihr klarer Vorteil gegenüber den manuellen Brühmethoden ist die einfache und zeitsparende Zubereitung, vor allem für das Aufbrühen größerer Mengen Kaffee. Wir haben acht Filterkaffeemaschinen getestet und stellen dir nun unsere Ergebnisse vor.

Maximilian
Maximilian,
unser Produkttester

Du hast nur 1 Minute Zeit? Unsere Testsieger in Kürze

Vier Kaffeemaschinen haben uns mit ihrer Kaffeequalität sowie der Verarbeitung und der Bedienung begeistert.

Unser Favorit ist der in Holland handgefertigte Moccamaster. Sein klassisches Design in Kombination mit der herausragenden Kaffeequalität bescheren ihm den Spitzenplatz in unserem Test. Aufgrund des besonders schonenden und gleichmäßigen Brühvorgangs treten selbst feine Nuancen hervor. Wir empfehlen ihn für alle, die höchste Ansprüche an ihren Filterkaffee haben und möglichst wenig Kompromisse eingehen wollen.

Die Wilfa Classic ist ebenfalls unter den Gewinnern. Sie überzeugt mit einer sehr akkuraten Brühtechnik, einem ausgewogenen und vollmundigen Geschmacksbild sowie ihrem skandinavischen Design. Für alle Designliebhaber, die keine Abstriche bei der Kaffeequalität machen wollen, ist die Wilfa Classic genau die richtige Maschine.

Die Gastroback Design Brew Advanced kann sich mit ihrem besonders guten Kaffeegeschmack und einer Vielzahl an hilfreichen Funktionen, wie Timer und skalierbare Durchflussmenge, mit den besten Kaffeemaschinen messen.

So haben wir getestet

Bei unserem ausführlichen Test haben wir von besonders beliebten Modellen bis zu innovativen Vertretern 8 Filterkaffeemaschinen geprüft. Dabei haben wir großen Wert auf die Zubereitungsweise, den Kaffeegeschmack sowie das Design und die Praktikabilität im Alltag gelegt.

Um den Geschmack des Kaffees zu beurteilen, wurden Verkostungen mit unserem Röstereiteam durchgeführt. Die jeweilige Wassertemperatur und die Aufgusstechnik der Maschinen sind entscheidende Faktoren für die Qualität des Kaffees. Alle Faktoren haben wir geprüft, verglichen und bewertet.

Sensorische Bewertung von Kaffee

Mit Hilfe eines Refraktometers (3. Foto) lässt sich feststellen, ob ein Kaffee über- oder unterextrahiert ist. Dazu haben wir den Kaffee in allen zu testenden Maschinen nach gleichen Parametern aufgebrüht und die gemessenen TDS (engl. Total Dissolved Solids) miteinander verglichen. Der TDS für Kaffee aus Filterkaffeemaschinen fällt oft schlechter aus, als bei Handbrühmethoden, denn bei Maschinen schwankt z. B. die Brühtemperatur und die Extraktion ist ungleichmäßiger.

Temperatur check
Temperatur check
TDS Ermittlung

Unsere Testsieger

Moccamaster KBG 741

Moccamaster

Technische Details:

  • Füllmenge: 1,25 l
  • Brühzeit für 1 l: 5:30 min
  • Brühtemperatur: 92 – 96 °C
  • Heizplatte / Temperatur: Ja / 78 °C
  • Brühverfahren: Durchlauferhitzer
  • Materialien: Kunststoff, Aluminium
  • Filterhalter: Beim Brühvorgang zugänglich
  • Timer: Nein
  • Aufgusstechnik: 9-Loch Sprühkopf, in Schüben
  • Preis: höheres Preissegment

Beim Brühvorgang zugänglich?

Für eine bessere Extraktion empfehlen wir das Kaffeemehl während des Brühvorgangs mit einem Löffel im Filterhalter umzurühren. Wenn dies nicht möglich ist, schmeckt der Kaffee meist weniger ausbalanciert. Aus dem Grund haben wir diesen Faktor mit in unseren Test aufgenommen.

Design und Bedienung: Der Moccamaster gehört bereits zu den Klassikern unter den Filterkaffeemaschinen und ist in zwei Varianten, mit Glaskanne oder Thermoskanne, erhältlich. Das besondere an der Version mit Glaskanne ist die Warmhaltefunktion. Die intelligente Heizplatte hält den Kaffee bei 78 °C warm, ohne ihn dabei zu verbrennen und stellt sich nach 40 min automatisch ab. In unserem Test wurde die Temperatur des Wassers auf konstante 94 °C gebracht und in kleinen Schüben über einen 9-Loch Sprühkopf aufgegossen. Dies ermöglicht eine schonende und gleichmäßige Extraktion. Alle Elemente des Moccamasters sind hochwertig verarbeitet und lassen sich, mit Ausnahme des Wasserbehälters, entnehmen und in der Spülmaschine reinigen. Da der Wasserbehälter nicht abnehmbar ist, wird mit Hilfe eines separaten Behälters Wasser in den Wasserbehälter eingefüllt. Zwei Schalter steuern den Brühvorgang sowie die integrierte Heizplatte. Der eingebaute Tropfstopp sorgt dafür, dass beim Entnehmen der Glaskanne kein Kaffee auf die Heizplatte tropft. Hier geht’s zum ausführlichen Moccamaster Test.

Geschmack: Das schonende Brühverfahren zeigt sich deutlich im Geschmack. Im Test konnten uns sowohl kräftig-intensive Röstungen, als auch fruchtig-leichte Kaffees im Moccamaster überzeugen. Die feinen Nuancen von fruchtigen Kaffees kamen vor allem bei der Zubereitung größerer Mengen zur Geltung. Der Kaffeegeschmack ist sehr ausgewogen und ein Unterschied zum handgebrühten Filterkaffee lässt sich kaum feststellen. Nur bei kleinen Portionen war der Kaffee im Test teils etwas dünn und unbalanciert, aber dennoch gut trinkbar.

Fazit: Der Moccamaster brüht einen Filterkaffee, der tatsächlich an die Qualität eines handgebrühten Kaffees heranreicht. Gutes Design ist wichtig, aber nicht so entscheidend wie die Funktionalität. Beim Moccamaster stimmt beides. Die Maschinen werden in Holland handgefertigt und geprüft. Zudem gibt es auf alle Moccamaster Modelle 5 Jahre Garantie vom Hersteller. Für einen etwas höheren Preis macht diese Filterkaffeemaschine dem Handfilter echte Konkurrenz. Wir finden, dass er sich hervorragend in jede Küche integriert und auch nach vielen Jahren nicht an Glanz verliert.

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Wilfa Classic CMC-100

Wilfa Classic

Technische Details:

  • Füllmenge: 1 l
  • Brühzeit für 1 l: 6 min
  • Brühtemperatur: 92 – 96 °C
  • Heizplatte / Temperatur: Ja / 80 °C
  • Brühverfahren: Durchlauferhitzer
  • Materialien: Edelstahl, Kunststoff
  • Filterhalter: Beim Brühvorgang zugänglich
  • Timer: Nein
  • Aufgusstechnik: 9-Loch Sprühkopf, in Schüben
  • Preis: mittleres Preissegment

Design und Bedienung: Das Design der Wilfa Classic hebt sich zweifellos ab. Das skandinavisch elegante Design und die hochwertige Verarbeitung machen die Wilfa Classic zum absoluten Blickfang in jeder Küche. Die Maschine besitzt einen An-/Ausschalter und einen Regler mit Orientierungsskala zum stufenlosen justieren der Durchflussmenge. Ein Vorteil für alle, die auch kleinere Kaffeemengen von z. B. 0,5 l zubereiten möchten. Ein automatischer Tropfstopp wurde bei der Wilfa Classic nicht integriert, jedoch lässt sich der Durchfluss manuell am Filterhalter mit Hilfe des Reglers komplett verschließen. Der Filterhalter lässt sich zum Befüllen entnehmen, jedoch muss hier die Konstruktion mit Feingefühl bedient werden. Alle entnehmbaren Teile sind spülmaschinengeeignet. Auch bei der Wilfa Classic CMC-100 wird das Kaffeemehl über einen 9-Loch Sprühkopf in Schüben mit einer gemessenen Wassertemperatur von 96 °C benetzt und sorgt damit für eine schonende und gleichmäßige Extraktion.

Geschmack: Die Wilfa Classic CMC-100 brüht einen sehr ausgewogenen und nuancierten Filterkaffee. Besonders die kleinste Brühmenge hat uns am meisten überzeugt, da der Kaffee durch den Durchflussregler langsam durchläuft und dementsprechend ein sehr ausgewogenes Geschmacksbild liefert.

Fazit: Die Wilfa Classic CMC-100 verbindet eine hervorragende Extraktion mit einem schicken und reduziertem Design. Durch die regulierbare Durchflussmenge am Filterhalter für 0,25 l bis 1 l lässt sich auch bei kleinen Kaffeemengen ein gut schmeckender Filterkaffee brühen. Im Test hat es sich als praktikabel erwiesen, den Durchfluss immer etwas stärker geöffnet zu lassen, als die Skalierung empfiehlt, da sonst die Durchflussmenge zu stark gedrosselt und der Kaffee überextrahiert wird. Einziger Wermutstropfen ist die Konzeption des Deckels der Kaffeekanne. Dieser ist so konzipiert, dass immer ein kleiner Rest in der Glaskanne verbleibt.

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Gastroback Design Brew Advanced

Gastroback Design Brew Advanced

Technische Details:

  • Füllmenge: 1,25 l
  • Brühzeit für 1 l: 5:30 min
  • Brühtemperatur: 96 °C
  • Heizplatte / Temperatur: Ja / 80 °C
  • Brühverfahren: Durchlauferhitzer
  • Materialien: Edelstahl, Kunststoff
  • Filterhalter: Beim Brühvorgang zugänglich
  • Timer: Ja
  • Aufgusstechnik: 8-Loch Sprühkopf, in Schüben
  • Preis: mittleres Preissegment

Design und Bedienung: Die Design Brew Advanced Kaffeemaschine von Gastroback ist vom Aufbau und Design sehr dem Klassiker, Moccamaster, nachempfunden. Von dem Sprühkopf bis zur Glaskanne sehen wir viele Gemeinsamkeiten. Die einzelnen Elemente sind robust verarbeitet und fügen sich gut zusammen. Das Design ist modern und reduziert, einzig die blaue LED Anzeige empfinden wir als etwas zu grell. Ähnlich wie die Wilfa Classic besitzt auch die Gastroback einen Durchflussregler und ist sehr einfach zu bedienen. Der Filterhalter lässt sich zum befüllen und reinigen einfach herausnehmen. Die integrierte Timerfunktion eignet sich besonders für alle, die gerne vom Geruch frisch gebrühten Kaffees geweckt werden wollen. Alle entnehmbaren Elemente sind spülmaschinenfest.

Geschmack: Am besten hat uns der Kaffee aus der Gastroback bei komplett geöffnetem Durchfluss geschmeckt. Dabei konnten wir einen guten Körper und eine deutliche Süße feststellen, welche für eine gute Extraktion sprechen.

Fazit: Die Gastroback Design Brew Advanced brüht einen richtig guten Kaffee und bietet eine Menge nützlicher Features. Dabei sind die konstante Brühtemperatur und die Timerfunktion die Highlights. Die Mengenregulierung am Filterhalter erwies sich im Test als zu sensibel, da schon bei kleiner Verringerung auf der Skala, der Durchfluss stark gedrosselt wurde. So wird im Ergebnis der Kaffee zu lang extrahiert und schmeckt leicht bitter.

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Weitere Filterkaffeemaschinen

Wilfa Svart Optimal WSO 1

Wilfa Svart Optimal

Technische Details:

  • Füllmenge: 1,25 l
  • Brühzeit für 1 l: 6 min
  • Brühtemperatur: 92 – 96 °C
  • Heizplatte / Temperatur: Ja / 79 °C
  • Brühverfahren: Durchlauferhitzer
  • Materialien: Edelstahl, Kunststoff
  • Filterhalter: Beim Brühvorgang zugänglich
  • Timer: Nein
  • Aufgusstechnik: 4-Loch Sprühkopf, in Schüben
  • Preis: höheres Preissegment

Design und Bedienung: Das reduzierte, elegante und skandinavische Design, der funktionale Aufbau und die hochwertige Haptik machen die Wilfa Svart zum echten Hingucker. Es gibt ausschließlich einen Schalter, mit dem die Maschine eingeschaltet und gleichzeitig die Heizplatte aktiviert wird. Die Wilfa Svart Optimal verfügt über einen integrierten Tropfstopp, sodass beim Herausnehmen der Glaskanne kein Kaffee aus dem Filterhalter herauslaufen kann. Die Filtervorrichtung lässt sich über einen etwas sensiblen Drehverschluss herausnehmen, wobei dieser einfach zu befüllen und reinigen ist, sich jedoch aufgrund der Tropfstopp-Vorrichtung nicht so einfach auf dem Tisch abstellen lässt.

Geschmack: Die konstante Brühtemperatur sowie das schrittweise Aufgeben des Wassers führen zu einem sehr harmonisch schmeckenden und gut extrahierten Kaffee.

Fazit: Neben dem auffälligen Design überzeugt die Brühtemperatur, welche von Beginn an auf konstanten 96 °C gehalten wird. Leider ist, wie bei ihrer Schwester von Wilfa, auch hier der Glaskanne der Deckel so konzipiert, dass immer ein kleiner Rest in der Kanne verbleibt. Die Wilfa Svart Optimal ist in unserem Vergleichstest die teuerste Filterkaffeemaschine. Auch wird sie mittlerweile nicht mehr produziert. Aus diesem grund empfehlen wir alternativ die Wilfa Classic CMC-100, welche der Svart Optimal WSO 1, bis auf wenige Details gleicht.

Bonavita BV1500TS

Bonavita BV1500TS

Technische Details:

  • Füllmenge: 1,25 l
  • Brühzeit für 1 l: 5:30 min
  • Brühtemperatur: 92 – 96 °C
  • Warmhaltemethode: Thermoskanne
  • Brühverfahren: Durchlauferhitzer
  • Materialien: Edelstahl, Kunststoff
  • Filterhalter: Beim Brühvorgang geschlossen
  • Timer: Nein
  • Aufgusstechnik: 11-Loch Sprühkopf, in Schüben
  • Preis: mittleres Preissegment

Design und Bedienung: Die Bonavita ist im Vergleich zu den anderen, von uns getesteten Maschinen, kleiner und das gesamte Design ist sehr reduziert und funktional. Die Verkleidung ist aus gebürsteten Aluminium und Kunststoff. Der Filterhalter wird direkt unter die Brühgruppe eingehängt und auf der Thermoskanne abgestellt. Dies verhindert das vorzeitige Herausnehmen der Kaffeekanne. Es ist nicht möglich mit einem Löffel das Kaffeemehl im Filter nach den ersten Schwüngen Wasser umzurühren. Dieser Schritt, der für eine gleichmäßigere Extraktion sorgt und zu einem ausgewogeneren Geschmacksbild führt, entfällt. Alle entnehmbaren Elemente sind spülmaschinenfest.

Geschmack: Der Kaffeegeschmack hat uns besonders bei dunkleren Kaffeeröstungen überzeugt. Zwar hatten wir das Gefühl, dass die Maschine den Kaffee etwas unterextrahiert, aber dennoch gute Ergebnisse liefert.

Fazit: Neben dem platzsparenden Design ist die Bonavita in ihrer Brühtechnik einzigartig. Sie besitzt unter allen getesteten Maschinen als Einzige eine Art Pre-Infusion, wobei das Wasser zunächst in sehr kleinen Schüben aufgegeben wird, jedoch lässt sich das Kaffeemehl im weiteren Brühvorgang leider nicht mehr umrühren. Wir können die Bonavita allen empfehlen, die sich eine platzsparende Kaffeemaschine zulegen wollen und möglichst wenig Kompromisse beim Geschmack hinnehmen möchten. Die Maschine brüht einen zwar spürbar leicht unterextrahierten aber dennoch gut schmeckenden Filterkaffee.

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Severin Café Caprice

Severin Café Caprice

Technische Details:

  • Füllmenge: 1 l
  • Brühzeit für 1 l: 8:30 min
  • Brühtemperatur: 90 – 100 °C
  • Warmhaltemethode: Thermoskanne
  • Brühverfahren: Wasserkocher
  • Materialien: Kunststoff, Aluminium
  • Filterhalter: Beim Brühvorgang geschlossen
  • Timer: Nein
  • Aufgusstechnik: Einfacher Strahl
  • Preis: mittleres Preissegment

Design und Bedienung: Das Design der Café Caprice besticht durch seine reduzierte und vor allem in der Fläche sehr platzsparende Konzeption. Die Verarbeitung der einzelnen Elemente könnte massiver und hochwertiger sein. Die Café Caprice von Severin lässt sich leicht bedienen, jedoch bietet sie aufgrund ihrer Vorrichtung keine Möglichkeit, das Kaffeemehl im Filterhalter zu verrühren, nachdem es mit heißem Wasser gesättigt ist. Die mitgelieferte Thermoskanne lässt sich unabhängig vom Filterhalter entnehmen. Die eingebaute Tropfstopp funktioniert einwandfrei.

Geschmack: Die Café Caprice kann besonders dunklere, kräftigere Kaffeeröstungen in vollmundigen Filterkaffee verwandeln. Im Test war der Kaffee häufig mit leicht bitteren Noten begleitet und schmeckte teils etwas dünn, sodass wir empfehlen die Bohnen etwas feiner als für andere Kaffeemaschinen zu mahlen.

Fazit: Die Café Caprice schneidet im Vergleich zu anderen Kaffeemaschinen im Test deutlich schlechter ab. In ihrer Preisklasse gibt es Kaffeemaschinen, die das Wasser bedeutend schonender und konstanter temperiert aufgießen. Wir haben Temperaturen von 90 – 100 °C gemessen. Diese Schwankung wirkt sich zwangsläufig negativ auf den Kaffeegeschmack aus. Ein weiteres Problem ist, dass das Wasser nur in einem einzigen Strahl aufgegossen wird, wodurch der Kaffee ungleichmäßig extrahiert wird (siehe Foto).
Ein weiterer Nachteil besteht in der Brühdauer, da durch das Aufkochen des Wassers der gesamte Brühvorgang wesentlich verlängert wird. Insgesamt lässt sich sagen, dass andere Filterkaffeemaschinen den gemahlenen Kaffee deutlich gleichmäßiger extrahieren, was zu einem besseren Ergebnis führt.

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Extraktionsvergleich

Vergleich des Mahlguts nach dem Brühvorgang: Severin Café Caprice (links) und Wilfa Classic (rechts)

Melitta Aroma Elegance Deluxe

Melitta Aroma Elegance Deluxe

Technische Details:

  • Füllmenge: 1,2 l
  • Brühzeit für 1 l: 5 min
  • Brühtemperatur: 94 °C
  • Heizplatte / Temperatur: Ja / 80 °C
  • Brühverfahren: Durchlauferhitzer
  • Materialien: Kunststoff, Aluminium
  • Filterhalter: Beim Brühvorgang geschlossen
  • Timer: Ja
  • Aufgusstechnik: 7-Loch Sprühkopf, in Schüben
  • Preis: mittleres Preissegment

Design und Bedienung: Das Design der Melitta Aroma Elegance ist außergewöhnlich und lässt sich aufgrund ihres verwinkelten Aufbaus z. B. gut in einer Ecke platzieren. Die Materialien verleihen der Maschine eine hochwertige Haptik. Die Maschine ist sehr bedienungsfreundlich. Sie besitzt übersichtliche Auswahltasten und einen hochwertigen Aufbau aus Edelstahl. Ein positives Extra ist der entnehmbare Wassertank, sodass kein weiteres Gefäß zum Befüllen benötigt wird. Aufgrund des Aufbaus ist der Filterhalter während des Brühvorgangs geschlossen, so kann das Kaffeemehl nicht mit einem Löffel verteilt werden. Die Maschine besitzt eine Timer Funktion, die es ermöglicht das Kaffeebrühen im Voraus zu planen. Für den bestmöglichen Geschmack raten wir jedoch immer dazu, den Kaffee frisch zuzubereiten. Eine Anzeige gibt an, wenn die Maschine entkalkt werden muss. Da sich die Wasserhärte von Region zu Region unterscheidet, empfehlen wir, selber auf Anzeichen für eine notwendige Entkalkung der Maschine zu achten.

Geschmack: Bei der Melitta Aroma Elegance Deluxe ist uns aufgefallen, dass der Geschmack etwas weniger kräftig und nuanciert ist, als bei anderen Kaffeemaschinen. Dies kann ein Indikator für eine zu schnelle und/oder ungleichmäßige Extraktion sein. Dennoch können wir den Geschmack noch als relativ ausgewogen bezeichnen.

Fazit: Die Aroma Elegance Deluxe bietet nicht nur ein hochwertiges und außergewöhnliches Design, sondern brüht auch einen guten Filterkaffee. Uns ist jedoch aufgefallen, dass die Anordnung der Ventile nicht optimal ist und eine Seite des Filters mehr benetzt wird. Andere Kaffeemaschinen, z. B. der Moccamaster, verteilen das Wasser gleichmäßiger auf dem Mahlgut. Der Kaffee kann sich, besonders bei kräftigen Kaffeeröstungen, mit den Gewinnern in unserem Test messen.

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Philips HD5408/20

Philips HD5408/20

Technische Details:

  • Füllmenge: 1 l
  • Brühzeit für 1 l: 13 min
  • Brühtemperatur: 84 – 99 °C
  • Heizplatte / Temperatur: Ja / 77 °C
  • Brühverfahren: Wasserkocher
  • Materialien: Kunststoff
  • Filterhalter: Beim Brühvorgang geschlossen
  • Timer: Nein
  • Aufgusstechnik: Einfacher Strahl
  • Preis: niedriges Preissegment

Design und Bedienung: Der turmartige Aufbau ermöglicht eine platzsparende Unterbringung in jeder Küche, jedoch sollte die Höhe der Maschine mit 51 cm beachtet werden. Die Stabilität leidet unter dem besonderen Design, denn besonders beim Wasser aufkochen wackelt die Maschine deutlich. Die Glaskanne ist besonders flach, fasst jedoch bis zu 1 l Filterkaffee. Die Bedienung der Philips Kaffeemaschine ist sehr einfach. Eine einzige Taste startet den Brühvorgang und schaltet die Heizplatte ein. Der Aufbau macht es unmöglich, während des Brühvorgangs das Kaffeemehl im Filterhalter umzurühren.

Geschmack: Im Vergleich zu den anderen getesteten Maschinen konnte uns die Philips HD5408/20 nicht wirklich überzeugen. Beim Brühverfahren wird der Kaffee zunächst mit zu heißem und am Ende des Vorgangs mit zu kühlem Wasser aufgebrüht. Wir empfehlen kräftigere Röstungen, z. B. unseren Toleyo zu verwenden und den Kaffee etwas gröber als üblich zu mahlen. Kräftige Röstungen liefern auch bei nicht optimaler Brühweise noch gute Ergebnisse.

Fazit: Der Brühvorgang dauerte bei der Philips Kaffeemaschine am längsten, denn die Maschine kocht das gesamte Wasser zunächst auf, bevor es in einem einzigen Strahl aufgegossen wird. Die Extraktion ist somit sehr ungleichmäßig. Das Design ist außergewöhnlich und platzsparend in der Breite, dies geht jedoch auf Kosten der Standfestigkeit. Für Küchen mit Platzmangel ist sie dennoch eine Erwägung wert. Die Philips Kaffeemaschine war die günstigste im Test. Sie kann als Einstiegsmodell für Filterkaffeemaschinen interessant sein.

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